Holzkohle, kein Gas
Gas ist bequem und schneller. Es fehlt aber der Rauch, und den schmeckt man.
Ein Grill, drei Marinaden, ein Ofen für Brot. Mehr braucht es nicht, solange jemand danebensteht und aufpasst.
Şivan Berwarî hat als Junge dem Onkel geholfen, abends am Basar, mit zwei Grills und einer Kiste Kohle. In Hannover fehlte ihm genau das: Fleisch, das nach Feuer riecht, und Brot, das noch warm ist.
2019 hat er das Lokal an der Vahrenwalder Straße übernommen. Der Grill kam aus Amed, die Fliesen aus Mêrdîn, die Kohle kommt aus dem Harz.
Gas ist bequem und schneller. Es fehlt aber der Rauch, und den schmeckt man.
Joghurt, Îsot und Knoblauch brauchen mindestens zwölf Stunden, sonst bleibt die Marinade außen kleben, statt ins Fleisch zu gehen.
Nanê tenûrê backen wir jeden Tag ab sechs an der Ofenwand. Was übrig bleibt, wird geröstet oder geht mit nach Hause.
Îsot, Sumach und Kreuzkümmel mahlen wir wöchentlich in kleiner Menge. Fertigmischung riecht nach Schrank.
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